So geht die Rohrreinigung!

Ein Abwasserrohr muss im Laufe seines Lebens so einiges durchmachen. Unsachgemäß in die Leitung gespülte Festkörper und Fette sind dabei ebenso ein Problem wie natürliche Abnutzungserscheinungen. Denn über die Jahre setzen sich zwangsläufig Ablagerungen im Rohr fest und wachsen dort, häufig unentdeckt, bis an den störenden Objekten kaum ein Tropfen Wasser vorbei kommt. Haare, Kalk und Lebensmittelreste im Rohr können dann ein ernsthaftes Problem werden. Aber auch ohne unsachgemäße Nutzung der Rohre kann es schnell zum Schaden kommen, etwa durch Wurzelwuchs. Häufig fällt das erst auf, wenn der Abfluss gluckert oder übel riecht. Schlimmstenfalls kommt das Wasser dann schon dort zurück, wo es eigentlich abfließen sollte. Eine verstopfte Toilette – für viele Mieter wie Eigentümer der Super-GAU im Kanal. Regelmäßige Reinigung der Rohre kann hier Abhilfe schaffen. Doch was, wenn das Rohr schon verstopft ist? Hier schafft der Fachmann Abhilfe.

Welche Verfahren gibt es? Ein Überblick

Die Verfahren der Rohrreinigung richten sich ganz nach dem Rohr, dem Schweregrad der Verstopfung und wie erreichbar die betroffene Stelle ist. So fängt Rohrreinigung in ihrer einfachsten Form schon damit an, einige Minuten heißes Wasser in den Abfluss zu geben.  In der Regel löst das die Verstopfung allerdings nicht. Einen Schritt weiter ist da schon die im Volksmund “Pümpel” genannte Saugglocke. Sie arbeitet unter fließendem Wasser mit Unterdruck und soll die Verstopfung dadurch in Bewegung bringen.

Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch die sogenannte Schwallspülung, bei der das Rohr an einer Stelle etwa durch eine Klappe gezielt versiegelt wird. Anschließend staut sich hinter der Versiegelung Wasser auf. Wird die Klappe jetzt geöffnet, spült das Wasser mit hohem Druck durch das Rohr und reißt dabei Ablagerungen mit.

Richtig technisch wird es bei Verfahren wie der Reinigung durch Hochdruckdüsen. Diese hat den Vorteil, dass auch schwer erreichbare Stellen im Rohr behandelt werden können. Bei dem Verfahren wird in ein Wasserschlauch in das Rohr eingeführt, an dessen Ende die namensgebenden Düsen installiert sind. Sind die Düsen an ihrem Zielort angelangt, wird der Schlauch langsam wieder zurückgezogen. Dreck und Ablagerungen können dem Wasserstrahl unter Hochdruck häufig nicht standhalten und werden aus dem Kanal gespült. Je nach Rohr und Art der Verstopfung können hier ganz unterschiedliche Düsenköpfe zum Einsatz kommen. Das System ist damit flexibel und führt in vielen Fällen schnell zum Ziel.

Bei besonders hartnäckigen Ablagerungen können auch mechanische Verfahren zum Einsatz kommen. In diese Kategorie fallen diverse Gerätschaften die auch der schwersten Verstopfung zu Leibe rücken. Es wird gebohrt, gefräst und geschnitten. Ob eine solche Reinigung möglich ist, hängt unter anderem von der Rohrdicke ab und ist durch DIN-Normen genau reguliert.

Viele Methoden führen zum Ziel

Während einige Wege zur Rohrreinigung wie der Pümpel oder die Spirale auch dem Laien zur Verfügung stehen, raten wir von unsachgemäßer Nutzung ab. Zwar kann ein Pümpel wenig Schaden anrichten, Spiralen hingegen können das Rohr zerkratzen oder anderweitig beschädigen und so schlimmstenfalls weitere Reparaturen notwendig machen.

Diese Auswahl an Verfahren soll hier stellvertretend dafür stehen, wie vielfältig und komplex die Rohrreinigung ist. Letztendlich hängt das Mittel der Wahl immer vom Rohr selbst und der individuellen Verstopfung ab. Wichtig ist auf alle Fälle: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass sich eine Verstopfung von selbst entfernt. Die Folgeschäden kaputter Rohre sind schlimmer als eine professionelle Rohrreinigung – garantiert.

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