Rohrverstopfung ist ein akutes Problem und sollte schnellstmöglich behandelt werden. Denn nur so können Sie größere Schäden an der Bausubstanz verhindern, abgesehen von den Unannehmlichkeiten verstopfter Abwasserrohre etwa im Badezimmer. Da bietet sich häufig der Griff zu einem der zahllosen Reinigungsmittel an, von denen Supermärkte mittlerweile geradezu überschwemmt sind. Rohrreiniger versprechen viel – aber halten sie es auch? Die chemischen Reinigungsmittel werden seit Jahren kontrovers diskutiert und bisweilen mit katastrophalen Testergebnissen überzogen. Trotzdem erfreuen sie sich entgegen aller Warnungen großer Beliebtheit.

Chemiecocktails im Reinigungsmittel – die schnelle Lösung?

In der Regel sind solche Reinigungsmittel regelrechte Chemiebomben. 2018 kam es beispielsweise in NRW zu einem Fall, wo ein Vermieter ein verstopftes Rohr mit einem Liter Reinigungsmittel bearbeiten wollte. Das Mittel reagierte mit Wasser und erzeugte eine Schwefelsäuremischung. Wegen der daraus entstanden Gaswolke musste das Haus evakuiert werden. An solchen Fällen zeigt sich das Urproblem von Reinigungsmitteln aus dem Supermarkt. Und selbst wenn Sie nicht Ihre Gesundheit in Gefahr bringen, können Ihre Rohre es Ihnen nicht danken. Die Ursache liegt im Wirkprinzip chemischer Reinigungsmittel. Die aggressiven Gemische erhitzen sich im Rohr und sollen damit Verstopfungen restlos entfernen. So haben Tests nachgewiesen, dass sich Haare bei hoher Temperatur in der Lösung deutlicher schneller zersetzen. Dass bei der anschließenden Abkühlung möglicherweise die Rohrsubstanz selbst Schaden nimmt, nehmen solche Mittel als Kollateralschaden in Kauf.

Unsachgemäße Dosierung kann das Problem sogar noch verstärken, etwa wenn der Reiniger ein Granulat ist und sich an der verstopften Stelle verklumpt. Außerdem kann der Reinigungsvorgang wortwörtlich ätzend sein, denn die Reinigungsmittel arbeiten häufig mit alkalischen Substanzen und fressen sich durch längeren Gebrauch langsam durch das Rohr. Damit ist das Problem zwar vorerst behoben, auf lange Sicht kann es allerdings durch beschädigte Rohrleitungen zum Wasserschaden kommen.

Wenn das Abwasser ätzt

Selbst im besten Fall bleibt ein Problem unumgänglich bestehen. Denn die chemischen Reinigungsmittel fließen mit Ihrem Abwasser in die Kanalisation und vergiften das Wasser mit höchst umweltschädlichen Mitteln. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Natürlich sind Rohrverstopfungen ein Ärgernis für jeden Hausbesitzer und Mieter. Für eine erste Hilfe bietet sich statt dem Griff zum Chemiecocktail jedoch häufig eher die Lösung über Muskelschmalz an, etwa über Saugglocken, im Volksmund “Pümpel” genannt. Das schont die Umwelt, die Rohre und Ihren Geldbeutel. Weil Verstopfungen häufig schnell aus dem Ruder laufen, lohnt sich ohnehin der Gang zum Fachmann. Denn professionelle Rohrreiniger sind dafür geschult, die Sachlage zu erkennen und für jedes Problem das passende Mittel zu finden. Ihre Rohre werden es Ihnen danken.

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