Ratten gelten seit Jahrhunderten als ein Symbol des Unglücks. Das verwundert nicht, immerhin schleppten die gefräßigen Nager 1346 die Pest nach Europa und löschten gut ein Drittel der Bevölkerung aus. Heutzutage sind Ratten Träger von Krankheiten wie Tuberkulose oder Tollwut. Häufig handelt es sich bei diesen ungewollten Gästen im Haus um sogenannte Wanderratten; die Hausratte ist hingegen selten geworden. Millionenfach tummeln sie sich etwa unter deutschen Großstädten. Es handelt sich dabei um äußerst intelligente Tiere, die sich den Gegebenheiten ihrer Umwelt rapide anpassen können. So wird häufig langsam wirkendes Gift gegen sie eingesetzt, weil Ratten lernen, schnell wirkendes Gift zu meiden.

Ratten: Die schleichende Gefahr

Eine Rattenplage entwickelt sich oft unbemerkt im Hintergrund. Oft machen die unbeliebten Eindringlinge über kleine Kothäufchen auf sich aufmerksam. Wenn diese glänzen, also noch feucht sind, ist in der Nähe eine Ratte aktiv. Schlimmer kommt es, wenn Ratten bei Tag gesichtet werden, denn wie Schaben sind die Tiere sehr scheu und halten sich vom Menschen fern. Kann eine Ratte also beobachtet werden, ist womöglich schon ein Nest im Haus.

In öffentlichen Kanalnetzen werden häufig Rattenbekämpfungen durchgeführt, denn die Nager vermehren sich rapide. Leider spielen ihnen einige unserer Gewohnheiten dabei in die Hände. Dabei helfen einige Gewohnheiten effektiv, die Plagegeister aus Ihrem Haus zu halten. An erster Stelle steht hier die Toilette. Vermeiden Sie es unter allen Umständen, Essensreste und Abfälle in das Klo zu geben. Auch sollten Sie keine Essensreste in den Ausguss kippen. Von genau solchen Resten werden Ratten scharenweise angezogen. Davon abgesehen schaden Nahrungsmittel der Abwasserleitung ohnehin und können zu Rohrverstopfung führen. Effektiv lassen sich Ratten nur bekämpfen, indem ihnen die Nahrungsgrundlage entzogen wird.

Aber auch mangelnde Wartung im Haus kann auf Dauer zum Problem werden, denn kaputte Abwasserleitungen, beschädigte Rohre im Keller oder Abläufe bieten Ratten perfekte Schlupflöcher. Bleiben diese unbehandelt, kann auch die Bekämpfung der Ratten mit Giftfallen nur vorübergehend zum Erfolg führen, denn die maroden Leitungen ziehen neue Rattenbefälle immer wiederkehrend an. Beschädigte Abwasserleitungen sind aus diesem Grund ein unkalkulierbares Risiko und sollten auf jeden Fall instand gesetzt werden. Halten Sie außerdem die Kellertür geschlossen und vergittern Sie Abwasserschächte. Wenn möglich sollten Kellerräume regelmäßig entrümpelt werden, damit die Tiere keine versteckten Nester aufbauen können. Füttern Sie zudem keine Wildtiere wie Tauben, denn deren Essensreste gehen ebenfalls zugunsten der Ratten.

Jede/r ist verantwortlich

Letztendlich lastet die Bekämpfung der Rattenpopulation auf den Schultern aller Bundesbürger, denn regelmäßige Bekämpfung über Giftfallen allein kann das Problem nicht lösen. Es liegt deshalb in unser aller Verantwortung, den aggressiven Nagern keinen Lebensraum zu bieten. Das ist letztendlich auch in Ihrem Interesse, denn ist die Rattenplage einmal im Haus, bringt ihre Bekämpfung großen Ärger und hohe Folgekosten mit sich.

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[…] Damenbinden oder Fett in das Abwasser gespült werden, staut sich in der Kanalisation der Müll. Eine Folge der unsachgemäßen Entsorgung sind dann sogenannte “Fettberge” – […]

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