Hochwasserpass: Risiken erkennen und vorbeugen

Von einem Sommerloch im Unwetter kann 2019 keine Rede sein. Mit erschreckender Regelmäßigkeit ergießen sich Wassermassen über dicht bewohnte Gebiete und richten große Schäden an. Schlammlawinen, reissende Flüsse und vollgelaufene Keller sind häufig die Folge. Prävention ist hier das große Stichwort, denn viele kostspielige Reparaturen lassen sich schon im richtigen Hochwasserkonzept verhindern.

Dabei sind sich viele Hausbesitzer ihres persönlichen Hochwasserrisikos oft gar nicht bewusst. Die vorherrschende Meinung, wohnen in unmittelbarer Flussnähe wäre der einzige Faktor, ist leider eine Fehleinschätzung. Tatsächlich kann Hochwasser überall zuschlagen – auch in Gebieten, die historisch nicht davon betroffen waren. Das ist unter anderem eine Folge des Klimawandels, der auch in Zukunft für mehr und stärkere Unwetter sorgen wird. Risiken für Wasser im Haus ergeben sich weiter durch unsichtbares Grundwasser, ungünstige Eindringungswege in das Gebäude oder die Lage des Gebäudes, etwa in einer Senke. Klarheit verschafft der sogenannte Hochwasserpass.

Was ist der Hochwasserpass?

Der Hochwasserpass ist ein handliches Dokument für Neu- und Bestandsbauten, in dem Ihr individuelles Hochwasserrisiko im Detail analysiert und aufgelistet wird. Risikofaktoren können beispielsweise eine Hanglage, Grundwasser aber auch Regenrinnen sein. Für den Hochwasserpass werden alle relevanten Faktoren herangezogen. Dazu zählt auch der Gebäudezustand sowie vorhandene oder ehemalige Schäden und Reparaturen. So kann Feuchtigkeit im Keller ein Hinweis auf Schäden durch Grundwasser sein. Ungesicherte Behälter mit Heizöl können bei einer Überschwemmung auftreiben, platzen und Öl in die Bausubstanz abgeben. Selbst die Bauweise der Immobilie wird in die Risikobewertung einbezogen. Aus dem fertigen Hochwasserpass lässt sich dann gegebenenfalls ein Maßnahmenkatalog erstellen. Vermieter oder Verkäufer einer Immobilie haben mit einer solchen Risikoeinschätzung ein wertvolles Werkzeug zur Hand.

Zwar lassen sich Schäden nie zu 100% verhindern, die Folgekosten können Sie allerdings enorm dämpfen. Neben präventiven Maßnahmen kann der Hochwasserpass auch beim Abschluss einer Elementarversicherung nützlich sein, weil sich der Versicherer auf einen zuverlässigen ist-Zustand Ihrer Risikovorsorge stützen kann.

Wie entsteht der Pass?

Der Weg zum Hochwasserpass ist unkompliziert. Füllen Sie dafür zunächst einen Fragebogen auf hochwasser-pass.de aus. Die Fragen sind detailliert und sollen auch dafür sensibilisieren, welche beobachtbaren Faktoren in Ihr Hochwasserrisiko einfließen. Darunter fallen beispielsweise auch Fragen zu Hochwasserschutzeinrichtungen am Gebäude, Rückstauschutz oder überlaufene Kanaldeckel der Umgebung. Selbst Orts- und Straßennamen können Hinweise auf fließende Gewässer liefern. Aus dem Fragebogen wird kostenlos eine erste Risikobewertung erstellt. Diese soll einen groben Überblick verschaffen; ein vollständiger Hochwasserpass ist sie allerdings nicht. Der wird, so gewünscht, erst in Schritt 2 erstellt: Fachkundiges Personal schaut sich das Gebäude oder Grundstück vor Ort an und erstellt eine tiefgehende Analyse. Diese ist nicht kostenlos, dafür aber fundiert und zuverlässig. Aus einer solchen Risikobewertung entsteht dann der eigentliche Hochwasserpass.

Neben dem Fragebogen zum Hochwasserpass selbst stellt die Seite weitergehend nützliche Tipps und Hintergrundwissen zur Verfügung.

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