Grabenlose Rohrsanierung: So gehts!

Grabenlose Rohrsanierung: So gehts!

Eine grabenlose Rohrsanierung steht hoch im Kurs. Die Vorteile gegenüber einer offenen Rohrsanierung (offene Bauweise) liegen auf der Hand.
So eignen sich grabenlose Verfahren beispielsweise hervorragend in dicht besiedelten Wohnlagen, die insbesondere im modernen Städtebild immer häufiger werden. Auf lange Zeit sind die Entwässerungsanlagen in solchen Gegenden starker Beanspruchung ausgesetzt, etwa durch ständigen Automobilverkehr. Die geschwächten Rohrleitungen sind dann anfällig für Wurzelwuchs und Brüche. Grabenlose Verfahren bieten hier den Vorteil, dass sie auf kleinstem Raum durchgeführt werden können.

Auch außerhalb von dicht bebauten Anlagen sind grabenlose Sanierungsverfahren häufig sinnvoll. So können sie häufig schneller durchgeführt werden als offene Verfahren und passen damit in engere Zeitfenster, falls der Schaden schnell behoben sein muss. Die Belastung durch Staub und unvermeidbare Schäden am Grundstück durch großflächige Arbeiten entfallen dabei ebenso wie der schiere Energieaufwand, den eine Baustelle üblicherweise mit sich bringt. Unterm Strich sind grabenlose Verfahren somit umweltschonender als offene Rohrsanierung.

Inliner, Schlauchliner…Kurzliner?

Möglich werden grabenlose Verfahren unter anderem durch “Liner”-Verfahren wie den Inliner, Schlauchliner oder Flexiliner.

Das erste Mittel der Wahl für grabenlose Rohrsanierung ist das sogenannte Schlauchlining. Es ist zudem das älteste Verfahren dieser Art, bildet die Grundlage für andere “Lining”-Verfahren und wurde in den 1970er Jahren entwickelt. Dabei wird ein Schlauch – der Schlauchliner oder auch Inliner – aus Kunststoff zunächst mit Kunstharz getränkt und in den Kanal eingeführt. Er passt sich der Rohrform an und das Harz wird zum Aushärten gebracht. Risse und Beschädigungen im Rohr werden somit versiegelt – es entsteht ein belastungsfähiges “Rohr im Rohr”.

Sogenannte Kurzliner sind dem Prinzip nach Schlauchlinern sehr ähnlich, wie im Namen angedeutet sind sie allerdings deutlich kürzer. Der Kurzliner ist eine kurze, kunstharzgetränkte Glasfasermatte, die über einen sogenannten Packer zu dem Leck, Riss oder Wurzelschaden im Rohr gefahren wird. Über Druckluft wird der Packer aufgepumpt und die Matte fest an die Rohrinnenwand gedrückt. Anschließend härtet das Kunstharz aus und der Schaden ist behoben. Weil die Matten für Kurzliner aus mehreren Schichten bestehen, sind sie ideal für verschiedene Rohrdicken geeignet.

Grabenlos ist oft die beste Alternative

Ob sich der Einsatz einer grabenlosen Rohrsanierung anbietet, hängt vor allem vom Ausmaß der Schäden und ihrer Erreichbarkeit ab. Handelt es sich um einen oder ein paar Schäden an relativ gut erreichbaren Stellen, können in der Regel grabenlose Verfahren eingesetzt werden. Nur bei sehr vielen oder sehr starken Schäden an schwer erreichbaren Stellen muss das gesamte Rohr ausgetauscht werden. Ein derartig großer Eingriff erfordert normalerweise eine offene Rohrsanierung.  Diese hat den Vorteil, dass große Schäden vollständig und bescheinigt entfernt werden. Eine derartige Reparatur ist auf eine Lebensdauer von 50 Jahren ausgelegt, bei grabenlosen Verfahren sind es dagegen 15 Jahre. Zu einer Baugrube muss es häufig aber nicht erst kommen.

Ob mit oder ohne Grabung gearbeitet werden kann, bestimmt Fachpersonal vor Ort. Dabei wird das Rohr mit einer modernen Kamera befahren, die Schäden im Detail erkennt und betroffene Stellen ausmisst. Das rentiert sich, denn verglichen mit der offenen Bauweise sind Reparaturen im Rohr selber schonend für den Geldbeutel. Hinzu kommen einige Vorteile wie die geringere Belastung durch Dreck und Baulärm, zumal offene Baugruben häufig die Nutzung der betroffenen Bereiche einschränken.

Alle Verfahren für die Rohrsanierung haben eines gemeinsam: Sie haben keinen Nutzen, wenn sie nicht durchgeführt werden. Zögern Sie deshalb beim ersten Anzeichen für beschädigte Rohre nicht, Hilfe vom Fachmann zu holen.

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