1958 kamen Feuchttücher, sogenannte “wet naps”, auf den Markt und traten sofort ihren Siegeszug bis in die Neuzeit an. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe davon für verschiedene Einsatzgebiete. Egal ob Gesichts- oder Intimpflege aber auch Babyhygiene, Feuchttücher sind aus einem modernen Haushalt nicht mehr wegzudenken. In ihrem praktischen Format können die Tücher überdies überall jederzeit auf Reisen mitgenommen werden.

Feuchttücher: Schlecht für Rohre

Auf die Vorteile des Feuchttuchs könnte man tagelang Loblieder singen. In einen Beitrag auf diesem Blog hat es das Tuch allerdings deshalb geschafft, weil es für uns als Rohrreiniger zum Teil unserer täglichen Arbeit geworden ist. Denn die Geschichte der Feuchttücher ist auch eine Geschichte voller Missverständnisse. Hartnäckig hält sich vor allem der Aberglaube, sie würden sich leicht in Wasser auflösen. Dass mittlerweile sogar die Presse dieses Gerücht aufzudecken versucht zeigt, welche Ausmaße das Problem angenommen hat. Wären die Feuchttücher wasserlöslich, würden sie doch schon vor der Benutzung in ihrem “eigenen Saft” zerfallen.

Tatsächlich enthalten die Feuchttücher große Mengen Öle und Konservierungsmittel. Anders als Toilettenpapier lösen sie sich im Wasser häufig nicht oder nur wenig auf und tendieren zur Klumpenbildung. Kläranlagen schlagen deshalb schon seit Jahren Alarm. Denn wo Feuchttücher, Damenbinden oder Fett in das Abwasser gespült werden, staut sich in der Kanalisation der Müll. Eine Folge der unsachgemäßen Entsorgung sind dann sogenannte “Fettberge” – unansehnliche Klöße aus hartem Abfall, der ganze Kanalsysteme lahmlegen kann. Aktueller Rekordhalter: Devon in England, dessen Kanalverstopfung sich als 60 Meter langer Fettklumpen entpuppte.

Rohr verstopft dank Müllklumpen

Und das sind nur die Probleme für das öffentliche Kanalnetz. Sie selber können direkt betroffen sein, wenn sich die Feuchttücher im eigenen Rohr stapeln, es verstopfen und Ihr Abwasser spontan aus der Toilette zurück kommt. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann Ihre Abwasseranlage beschädigen und professionelle Reinigung erforderlich machen.

Deshalb unser Rat: Entsorgen Sie Feuchttücher nicht in den Abfluss, sondern ausschließlich über den normalen Hausmüll. Der Umwelt zuliebe sollten Sie Feuchttücher ohnehin nur dann einsetzen, wenn normales Toilettenpapier nicht reicht. Im Zweifelsfall lohnt es sich, einen kleinen Mülleimer in Ihr Bad zu stellen. Denn der kostet sicher weniger, als das Rohr nachher reparieren zu lassen.

Mit dem Siegeszug der Feuchttücher jedenfalls muss sich die Rohrreinigung wenig Sorgen machen, arbeitslos zu werden. Ob das so gut für die Umwelt ist, das ist eine andere Frage. Wir wünschen dem Feuchttuch deshalb mit einem Augenzwinkern “Happy Birthday” – auf die nächsten 61 Jahre…

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